Sabine Kurtz und Matthias Miller: Ausbau von Radwegen im Landkreis Böblingen wird mit über 2,75 Millionen Euro gefördert

113 Projekte der Radverkehrsinfrastruktur in Baden-Württemberg erhalten als Teil eines neuen Programms des Bundes Fördergelder zur Finanzierung entsprechender Maßnahmen. Seit Anfang des Jahres können Kommunen über das Land Mittel beim neuen Bundesprogramm „Stadt und Land“ anmelden. Insgesamt stellt der Bund rund 657 Millionen Euro bis 2023 zur Verfügung. Auf Baden-Württemberg entfällt ein Anteil in Höhe von rund 70 Millionen Euro. Das Land hat nun alle Mittel auf konkrete Projekte verteilt und übernimmt jeweils zusätzliche zehn Prozent der Investitionskosten. Damit ergibt sich ein Gesamtfördersatz in Höhe von 90 %, so dass für die Kommunen nur noch 10 % der (förderfähigen) Kosten übrigbleiben.

Die Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz und Matthias Miller freuen sich, dass im Förderprogramm auch vier Projekte aus dem Landkreis Böblingen berücksichtigt sind. „Wir brauchen durchgängige, attraktive und sichere Radwegenetze, um die Lust auf das Fahrradfahren zu steigern“, heben die Abgeordneten hervor, „im Kreis Böblingen existieren bereits zahlreiche gute Radwege. Deren Netz möchten wir stetig verbessern. Die Bundesmittel, die über das Landesverkehrsministerium verteilt werden, ermöglichen eine Radverkehrsförderung auf neuem Niveau, wodurch die Bürgerinnen und Bürger stark profitieren werden.“ Für den Neubau von Radwegen zwischen Schönaich und Böblingen sowie zwischen Mötzingen und Öschelbronn, den Umbau des Verkehrsknoten K1057/Musberger Sträßle und die Installation von Beleuchtungsanlagen in Rutesheim fließen über 2,75 Millionen Euro Fördergelder in den Landkreis Böblingen.

„Der Radwegeneubau zwischen Schönaich und Böblingen entlang der K1057 wird mit über 1,87 Millionen Euro gefördert. Bei geplanten Investitionskosten von stark 2,34 Millionen Euro entspricht das einer Förderquote von 80 Prozent“, erklärt Matthias Miller, „aktuell verläuft der Radweg an diesem Abschnitt lediglich auf Forstwegen. Mit dem Neubau entsteht ein 1,2 Kilometer langer straßenbegleitender Radweg mit Anschluss an die Radschnellverbindung Böblingen-Stuttgart.“

Zwischen Mötzingen und Öschelbronn sind die aktuell bestehenden Wege als Radwegverbindungen ungeeignet. Deshalb wird auch hier kräftig in die Förderung der Radmobilität investiert. „Zwischen beiden Orten soll eine fahrradgerechte Wegeverbindung hergestellt werden. Aktuell müssen Radfahrer noch geschotterte oder erdbedeckte Wege nutzen“, stellt Sabine Kurtz dar, „dies soll sich durch einen neuen Radweg ändern. Bei Gesamtkosten von knapp 820.000 Euro kann die Gemeinde Mötzingen auf Fördergelder in Höhe von über 655.000 Euro zugreifen.“

Ferner soll der Verkehrsknoten K1057/Musberger Sträßle umgebaut werden, um für Radfahrer eine sichere Querungsmöglichkeit der K1057 herzustellen. „Diese Maßnahme wird bei Gesamtkosten von knapp 150.000 Euro mit rund 120.000 Euro unterstützt. Damit werden ebenfalls 80 Prozent der Kosten übernommen“, so Miller.

Sabine Kurtz verweist darüber hinaus auf eine Maßnahme am Radschulweg Perouse-Rutesheim: „Auf einer Länge von einem Kilometer weist der ganzjährig von vielen Schülerinnen und Schülern benutzte Radweg aktuell eine Lücke in der Beleuchtung auf. Durch die Installation von 32 neuen Beleuchtungsanlagen soll diese Lücke zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie der sozialen Sicherheit geschlossen werden. Auch hier beträgt die Förderquote 80 Prozent: Bei Gesamtkosten von 145.000 Euro für die Stadt Rutesheim werden 116.000 Euro übernommen.“

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